Verkehrsverein Unterbränd – für unsere Gäste, Gastgeber & Einwohner

Kapelle St. Anna

Kapelle St. Anna

Die Geschichte unserer St. Anna Kapelle

1863 wurde der Antrag auf den Bau einer neuen Kapelle gestellt, da die alte baufällig sei. Mit der Übertragungsurkunde von 1902 wurde von der politischen Gemeinde ein Kirchenbauplatz in der Größe von 12 ar, 68 qm zur Verfügung gestellt. Die Genehmigung zur Errichtung der Kirche durch den Landeskonservator und Architekten Lauer (Sigmaringen/Hüfingen) erteilte das Ordinariat am 17. März 1904. Die Grundsteinlegung erfolgt zwei Monate später.

 

1905 wird die Genehmigung zum Abbruch der alten, 3 x 4 m großen Kapelle erteilt. Zwei großformatige Apostelbilder, Andreas und Judas Thaddäus (Öl auf Holz), vermutlich aus der Wandverkleidung der früheren Kapelle, findet man im Museum in Löffingen.

Nach der Weihe der Kirche am Annafest 1905 (26. Juli) wurde 1906 durch eine ungenannte Stifterin ein neuer Altar von Bildhauer Marmon in Sigmaringen erworben. Den Taufstein schuf der Bildhauer Uhrig, Löffingen.

 

Im November 1921 waren zu der vorhandenen h-Glocke von1905 zwei Bronzeglocken (Grüninger), dis, 170 kg, und fis, 105 kg, hinzugekommen. Im März 1941 blieb nach der Beschlagnahmung nur die fis-Glocke im Turm. Nachdem ein neues Geläut vor der Währungsreform an der Metallbeschaffung gescheitert war, wurden 1950 auf Kosten der politischen Gemeinde und privater Spender bei der Firma Gebr. Rincker (Sinn/Dillkreis) zu der erhaltenen zwei neue Glocken, dis’’ mit 156 kg und h’ mit 317 kg, angeschafft und damit die frühere Tonfolge wiederhergestellt.

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1966/1967 erfolgt eine grundlegende Umgestaltung des Chorraums. Der Altar von 1906 wird entfernt, das Gnadenbild abgelaugt und „naturgefasst“ allein an die Chorwand gestellt. Der Freiburger Bildhauer Bruno Knittel fertigte vier Wandbronzeleuchter, zwei Altarleuchter, den Taufsteindeckel und einen Tabernakel in Bronzeguss auf einer Stele aus römischem Travertin. Aus demselben Material
entstand nach Zeichnung von Knittel der Zelebrationsaltar mit Reliquiengrab und fünf vertieft gehauenen Weihekreuzen. Die Steinmetzarbeiten am Taufstein übernahm Karl Deghini aus Friedenweiler.

 

1971/1972 werden die originalen Chorfenster mit bunten Ornamenten durch neue, in Grauabstufungen abstrakt gestaltete von Jochem Poensgen (Düsseldorf/Soest)entworfenen Fenster ersetzt. 

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Im Zentrum Mutter Anna mit dem Jesuskind, links der Viehpatron Wendelin, rechts Antonius von Padua mit dem Christusknaben

1986 wurden die ursprünglichen Altarfiguren neu gefasst und in einer dem Stil der Kirche angepassten Rahmung wieder zuseiten der Mutter Anna an der Stelle des früheren Altares aufgestellt.

 

1995 erfolgte mit dem Einbau eines neuen Gestühls eine komplette Innenrenovierung.

 

Mit Wirkung vom 1. Januar 2013 wurde die Filiale St. Anna Bräunlingen-Unterbränd von der römisch-katholischen Pfarrei und Kirchengemeinde St. Sebastian Donaueschingen - Hubertshofen zur römisch-katholischen Pfarrei und Kirchengemeinde Unserer Lieben Frau Bräunlingen umgepfarrt.


Quelle: "Die Pfarrgemeinde Bräunlingen und ihre Kirchen" / 1. Auflage 2018 ISBN 978-3-95976-121-5 / Herausgeber: Katholisches Pfarramt Bräunlingen  / Autor: Prof. Dr. phil. Dr. theol. h.c. Hans-Otto Mühleisen

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